ISOMIL - Mineralisolierte Leitungen
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Komponenten und gemeinsame Eigenschaften

Die Ader bzw. die Adern sind eingebettet in ein hochverdichtetes mineralisches Pulver, welches von einem schützenden Metallmantel umgeben ist. Die Dimensionierung, das heißt das Verhältnis von Wandstärke, Isolationsschichtdicke und Aderndurchmesser, ist für die elektrischen und mechanischen Eigenschaften von ausschlaggebender Bedeutung. Es sollen deshalb im Folgenden einige Querschnitte von Kabeln der Standardfertigung sowie von Kabeln, die auf spezielle Wünsche unserer Kunden in Sonderfertigung erstellt wurden, dargelegt werden.

Standardfertigung

Die gängigen Kabel liegen im Außendurchmesser je nach Anforderung der Kunden zwischen 0,25 und 10 mm. Die Wahl des Durchmessers wird in erster Linie von den Erfordernissen der jeweiligen technischen Anwendung bestimmt.

Der Aufbau einiger Standardkabel ISOMIL -T, -M
im Querschnitt sind in der folgenden Abbildung
dargestellt.

Da nicht alle Liefereinheiten in maximalen Fabrikationslängen erstellt werden, sollten bei Bestellungen die benötigten Mindestlängen angegeben werden. Beispiel: "1.500 m in Längen nicht unter 70 m".

Bei entsprechendem Bedarf sind wir auch bereit, Sonderanfertigungen vorzunehmen. Sonderwünsche auf Abweichungen von der Standardfertigung können sich beziehen auf die Abmessungen (Manteldicke, Isolationsschichtdicke, Aderndurchmesser), die Zahl und Ausführung der Adern, die Material-Kombinationen Mantel / Isolation / Innenleiter, oder auch spezielle elektrische oder sonstige physikalische Eigenschaften.

Naturgemäß sind solche Sonderwünsche mit erhöhtem Aufwand verbunden und setzen Mindestfertigungsmengen und fallweise auch Vorversuche zur Klärung der technischen Realisierbarkeit voraus. Auch die Beschaffungsmöglichkeit für nicht vorhandene Werkstoffe ist zu bedenken.

Einige Beispiele für Sonderanfertigungen im Querschnitt


Schutz vor Feuchtigkeitsaufnahme

Die Isolationsmaterialien sind stark hygroskopisch. An einem unverschlossenen Kabelende kann das mineralische Pulver schon innerhalb weniger Minuten soviel Feuchtigkeit aus der umgebenden Atmosphäre aufnehmen, dass der Isolationswiderstand Ader / Mantel bzw. Ader / Ader um mehrere Zehnerpotenzen abfällt. Sowohl bei der Herstellung als auch bei der Weiterverarbeitung und Konfektionierung der Kabel muss deshalb strikt darauf geachtet werden, dass die Kabelenden hermetisch abgeschlossen sind.

Im Lieferzustand sind die Kabel beidseitig mit einem Kunststoff verschlossen, wobei die Innenader(n) einseitig feuchtigkeitsdicht herausgeführt sind, um jederzeit eine Überprüfung des Isolationswiderstandes zu ermöglichen.

Sollte trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einmal Feuchtigkeit eingedrungen sein, so kann diese durch Erwärmen des betroffenen Kabelendes von der Mitte zum Ende hin - z.B. mit einem Bunsenbrenner - herausgetrieben werden. Die Erfahrung lehrt, dass in ein Kabel, welches einige Tage offen gelegen hat, die Feuchtigkeit am Ende nicht mehr als 50 cm eingedrungen ist. Bei kurzzeitigem Öffnen während der Konfektionierung liegt die Eindringtiefe bei nur einigen cm. Bei der Trocknung nimmt die Feuchtigkeitsabgabe über die Zeit mit steigender Temperatur zu - bei ca. 450°C sprunghaft (MgO). Ein Erwärmen über 500°C hinaus bringt deshalb kaum noch Vorteile.

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Video - Ein Blick in die Fertigung