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Auswahl der geeigneten Mantelqualität

Werkstoffnummer 1.4541 (AISI 321)

Korrosions- und Hitzebeständigkeit: Dieser Werkstoff besitzt eine hervorragende Beständigkeit gegenüber einer Vielzahl von aggressiven Medien einschließlich heißer Erdölprodukte, Dampf und Verbrennungsgasen. Im Dauerbetrieb an Luft gute Oxidationsbeständigkeit bis ca. 900°C, bei Temperaturwechsel bis ca. 800°C. Bei Betrieb in Kohlendioxid beständig bis 650°C.

Schweißbarkeit und mechanische Eigenschaften: Nach allen bekannten Schweißverfahren gut schweißbar. Der Werkstoff ist mit Ti als Karbidbildner legiert und deshalb kornzerfallsbeständig gemäß DIN 50914, so dass unabhängig vom Querschnitt eine thermische Nachbehandlung nach dem Schweißen nicht erforderlich ist. Er zeichnet sich durch gute Duktilität aus. Für spanabhebende Bearbeitung sind nur gut geschliffene Werkzeuge zu verwenden, da andernfalls eine starke Oberflächenverfestigung stattfindet, die eine weitere Bearbeitung erschwert.

Einsatzgebiete: Kernkraft (auch in flüssigem Natrium), Instrumentierung im Reaktorbau, chem. Apparatebau (sehr gute Korrosionsbeständigkeit), z.B. Herstellung von Azetyl- und Salpetersäure, Wärmetauscher, Glühöfen, Papier- und Textilindustrie, Erdölverarbeitung und Petrochemie, Fett- und Seifenindustrie, Nahrungsmittelgewerbe, Molkerei- und Gärungsbetriebe.

Werkstoffnummer 1.4571 / 1.4401 (AISI 316Ti / 316)

Korrosions- und Hitzebeständigkeit: Durch den Zusatz von Molybdän besitzen diese Stähle im Vergleich zu den Mo-freien Güten eine erhöhte Korrosionsbeständigkeit gegenüber bestimmten Säuren wie z.B. Essigsäure, Weinsäure, Phosphorsäure, Schwefelsäure und ähnlichen. Außerdem sind diese Stähle weitgehend unempfindlich gegen Lochfraß, sie widerstehen auch Salzwasser und aggressiven Industrieeinflüssen. Sie sind im Dauerbetrieb an Luft bis ca. 900°C, bei Temperaturwechsel bis ca. 800°C einsetzbar.

Schweißbarkeit und mechanische Eigenschaften: Nach allen bekannten Schweißverfahren gut schweißbar. Eine Wärmebehandlung nach dem Schweißen ist i.a. nicht erforderlich. In Sonderfällen, wenn der Abbau von Schweißspannungen aus korrosionschemischen Gründen zweckmäßig erscheint, sollte eine Wärmebehandlung erfolgen (z.B. ½h bei 900°C). Gute Duktilität. Wie bei 1.4541 sollte für spanabhebende Bearbeitung nur gut geschliffenes Werkzeug verwendet werden. Die Stähle sind polierfähig.

Einsatzgebiete: Die erhöhte Beständigkeit gegen Korrosion und Lochfraß prädestiniert diese Stähle für den Einsatz vor allem auf dem weiten Gebiet des chem. Apparatebaus. Weitere Anwendungsgebiete: Kernkraft, Instrumentierung im Reaktorbau, Ofenbau, Sulfit-, Zellstoff-, Textil-, Farben-, Fettsäure-, fotochemische und pharmazeutische Industrie.

Werkstoffnummer 1.4306 (AISI 304L)

Korrosions- und Hitzebeständigkeit: Auch dieser Stahl besitzt eine ausgezeichnete Beständigkeit gegen eine Vielzahl von aggressiven Medien wie z. B. Erdölprodukte, Dampf, Verbrennungsgase, Farbstoffe, fl. Natrium. Im Vergleich zu z.B. 1.4301 wegen des niederen Kohlenstoffgehaltes vor allem weniger anfällig gegenüber interkristalliner Korrosion. Im Dauerbetrieb an Luft bis ca. 900°C, bei Temperaturwechsel bis ca. 800°C einsetzbar.

Schweißbarkeit und mechanische Eigenschaften: Nach allen bekannten Schweißverfahren gut schweißbar. Eine Wärmebehandlung nach dem Schweißen ist i.a. nicht erforderlich. In Sonderfällen, wenn der Abbau von Schweißspannungen aus korrosionschemischen Gründen zweckmäßig erscheint, sollte eine Wärmebehandlung erfolgen (z.B. ½h bei 900°C). Gute Duktilität. Wie bei 1.4541 sollte für spanabhebende Bearbeitung nur gut geschliffenes Werkzeug eingesetzt werden. Der Stahl ist polierfähig.

Einsatzgebiete: Kernkraft, chem. Apparatebau, Textil- und Papierindustrie, Fett-, Seifen-, Salpetersäureindustrie, Nahrungsmittelgewerbe, Molkerei- und Brauereibetriebe.

Werkstoffnummer 1.4845 (AISI 310)

Korrosions- und Hitzebeständigkeit: Hervorragende Korrosionsbeständigkeit. Bei Betrieb in Kohlendioxidhaltiger Atmosphäre bis 900°C einsetzbar. Widerstandsfähig gegenüber rauchender Salpetersäure bei 20°C und geschmolzenen Nitraten bis zu 420°C Im Dauerbetrieb an Luft bis ca. 1150°C bei Temperaturwechsel bis ca. 1000°C einsetzbar. Die Verwendung des Werkstoffes im Bereich von 550°C bis 850°C kann für den Dauerbetrieb nicht empfohlen werden, da er zur O-Phasenausscheidung neigt und deshalb nach Abkühlung auf RT spröde wird.

Schweißbarkeit und mechanische Eigenschaften: Der Stahl ist geeignet für das Schmelzschweißen nach den verschiedenen Lichtbogenverfahren. Eine Vorwärmung sowie eine Wärmebehandlung nach dem Schweißen sind nicht erforderlich. Einwandfrei warm und kalt verarbeitbar. Nach Warm- und Kaltverformung wird eine Wärmebehandlung empfohlen (1050°C ∼ 1100°C, Wasser- oder Luftabkühlung). Die spanabhebende Bearbeitung ist bei Verwendung hochwertiger Werkzeuge und richtiger Wahl der Schnittbedingungen ohne weiteres durchführbar. Die Verwendung von Hartmetall-Werkzeugen ist zu empfehlen.

Einsatzgebiete: Überall da, wo die hervorragende Zunderbeständigkeit bei gleichzeitig hoher Warmfestigkeit von Vorteil ist. Wegen des hohen Ni-Gehalts allerdings empfindlich gegen schwefelhaltige Ofengase, besonders in reduzierender Atmosphäre. Speziell: Kraftwerke, Erdöl- und Petrochemie, Ofenbau, Wärmetauscher, Luftvorwärmer, Zementöfen, Ziegeleiöfen, Glasherstellung.

Werkstoffnummer 2.4816 (Inconel 600)

Korrosions- und Hitzebeständigkeit: Gute Widerstandsfähigkeit gegenüber allgemeiner Korrosion und Spannungsrisskorrosion. In Kohlendioxid liegt Einsatzgrenze bei 500°C, da ab 650°C die Korrosion stark wird. In fl. Natrium sollte Alloy 600 nicht oberhalb 750°C eingesetzt werden, da ab dieser Temperatur Materialabbau erfolgt. Hervorragende Oxidationsbeständigkeit bis ca. 1150°C. Nicht einsetzbar oberhalb 550°C in S-haltiger Atmosphäre. In CI-freiem Wasser bis 590°C verwendbar.

Schweißbarkeit und mechanische Eigenschaften: Nach allen bekannten Schweißverfahren gut schweißbar. Vor dem Schweißen sollte geglüht werden. Gut löt- und hartlötbar. Sehr gute Duktilität. Als hoch nickelhaltige Legierung besitzt Alloy 600 bei hoher Temperatur sehr gute mechanische Eigenschaften. Da es sich um einen weichen, zähen Werkstoff handelt, wird die spanabhebende Verarbeitung erleichtert, wenn das Material nicht im geglühten, sondern im walzharten Zustand bearbeitet wird.

Einsatzgebiete: Standardwerkstoff für den Bau von Druckwasserreaktoren, Kernkraft, Ofenbau, Synthetikfaserherstellung, Glaswannenabzüge, Kunststoffindustrie, Papierherstellung, Nahrungsmittelverarbeitung, Dampfkessel, Destillationskolonnen, FIugmotoren.

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Video - Ein Blick in die Fertigung